IDEE

Die Kulturbande lädt mit «Hallo, Tod!» dazu ein, dem Unausweichlichen zu begegnen, kreativ und im Austausch mit anderen. Dabei richten sich verschiedene Aktionen und Projekte an die breite, interessierte Öffentlichkeit; mit einem Fokus auf jene Menschen, die mitten im Leben stehen. Das Projekt findet Ende Mai 2021 in einem gleichnamigen Festival seinen Höhepunkt – im Zentrum Karl der Grosse in Zürich. 

Der Tod – gefürchtet, verdrängt, ausgeblendet ... bis zuletzt. Über den Tod spricht man nicht. Zumindest nicht gern. Doch unser Dasein ist endlich, der Tod immer da. Auch wenn wir unsere Lebenserwartung in den letzten Dekaden beachtlich steigern konnten, unsere fortgeschrittene Technik den Traum vom ewigen Sein befeuert: Media vita in morte sumus. – Was schon vor 1‘000 Jahren gesungen wurde, ist noch immer wahr. Inmitten des Lebens sind wir vom Tode umfangen. Wie fragil dieses Leben ist, unseres und das der anderen, hat uns nicht zuletzt die Pandemie vor Augen geführt. Für einige mag die Vergänglichkeit schmerzhaft radikal sein, ein Affront! Andere finden den Tod (schlicht oder schrecklich) normal. Dritten ist er sogar ein Freund. Ein Trost.

 

Wir sind eine interdisziplinäre Gruppe Kulturschaffender aus Zürich. Und wir sind neugierig und überzeugt, dass es bereichernd ist, dem Unausweichlichen einfach mal «Hallo» zu sagen. «Hallo, Tod!» – Und das eben nicht erst, wenn wir dazu gezwungen sind, weil wir geliebte Wesen verabschieden müssen oder unsere eigene, letzte Stunde geschlagen hat, sondern schon vorher. Mitten im Leben. Zu einem Zeitpunkt, der es erlaubt, Erkenntnisse aus dieser Begegnung mit auf den eigenen, hoffentlich noch langen Weg zu nehmen. Und auch nicht dort, wo wir den Tod klassischerweise hin verbannen, gedanklich: auf die Friedhöfe, in Alterszentren, Krankenhäuser. Sondern da, wo unser Leben spielt. Wo wir unsere Zeit verbringen. Mitten in Zürich.

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